16.05.2011

Präsident Abbas ruft dreitägige Staatstrauer für die Opfer aus.
Die Bilder, die uns gestern aus Palästina erreichten, sind erschütternd und schockierend: Im Gaza-Streifen, in der Westbank und auch in den Golanhöhen, der Grenze zu Syrien sowie an der Grenze zum Libanon eröffneten israelische Besatzungssoldaten am Gedenktag der Al-Nakba das Feuer auf unbewaffnete palästinensische Zivilisten, die regelrecht hingemetzelt wurden.


17 starben und Hunderte wurden zum Teil schwer verletzt. Mit großer Bestürzung habe ich das rücksichtslose Vorgehen verfolgt und verurteile die Ermordungen und Gewaltexzesse der israelischen Besatzungstruppen auf das Schärfste.
Das brutale Vorgehen mit Panzergranaten und Maschinengewehren gegen palästinensische  Zivilisten, aber auch die gewaltsame Verhängung von Ausgangssperren mit Abriegelungen in Westbank und Gaza-Streifen konnte gestern jeder im Fernsehen in Echtzeit mit verfolgen. Hier zeigt sich wieder einmal das hässliche Gesicht des israelischen Besatzers.
All jene, die den Tag der Staatsgründung Israels fröhlich begingen, feierten zugleich ein Besatzungsregime, dass uns Palästinensern seit mehr als sechs Jahrzehnten die Menschenrechte, die Würde und nationalen Hoffnungen verweigert. Und während wir heute in einer dreitägigen Staatstrauer der gestrigen Opfer gedenken, ehren all jene eine selbstredende parlamentarische Demokratie und damit eine Regierung, die mit Massakern, Enteignungen und ethnischer Säuberung sich zu keiner Zeit auch nur annähernd demokratisch verhalten hat.

Salah Abdel Shafi
Generaldelegierter Palästinas