Geschichte

 

Die wichtigsten Daten der jüdischen Geschichte
(Uni Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ydit1983)

Der Konflikt in Palästina und Israel
(http://krisen-und-konflikte.de/palaestina/geschich.htm)


2000 v.d.Ztr. Abraham zieht aus Mesopotamien-Ur in das Land Kanaan.
2000 - 1700 Abraham Nachkommen leben in Kanaan als Hirtennomaden.
Abraham hat zwei Söhne Ismaail und Isaak von zwei Frauen.
Sein Enkel Jakob später Israel genannt zeugt 12 Kinder von verschiedenen
Frauen. Von den 12 Kinder Jakob entstehen die 12 Stämme Israel.
1700 verkaufen die Söhne Jakob ihren jüngsten Bruder Joseph an Ägypte.
Josef Sohn Jakob wird Sklave im Haus Pharao später Verwalter.
In Kanaan herrscht Dürre viele wandern nach Ägypten aus.
1700 - 1280 Versklavung der Israeliten in Ägypten..
1280 Auszug der Israeliten aus Ägypten nach Kanaan unter Mose.
Gesetzgebung in Sinai (Zehn Gebote).
1240 - 1200 Eroberung Kanaan durch den Nachfolger Mose, Je hoschua.

1200 - 1020 Die 12 Stämme teilen das Land untersich, und werden von Richtern! regiert.
Kriege gegen die Philister( grieschiche Seeräuber).
1004 - 965 König David, Jerusalem wird Hauptstadt.
965 - 928 König Salamo Tempelbau
928 Zerfall des Königreich in Nordreich Israel und Südreich Juda
734 Krieg zwischen Israel und Juda
722 Israel fällt unter assyrische Herrschaft.
586 Babylonierkönig Nebuchadnezar erobert Jerusalem.
538 - 458 Perserkönig Cyrus erobert Babylonien und gestattet die Rückkehr der Juden nach Jerusalem.
323 nach dem Tod des Alexander der großen wird Juda zum Bestandteil des grieschisch-ägyptischen Königreich, Israel unter der assyrische Herrschaft.
198 Juda unter Herrschaft des hellenischen Syriens.
163 - 63 Juda wird von Königen der Makkabäer-Dynastie regiert.
63 Rom unterwirft Judäa.
37 setzen die Römer Herodes zum König ein.
um 30 d. Ztr. Jesus in Golgatha gekreuzigt.
70 Zerstörung Jerusalem und  des Tempels unter Titus
135 Fall Massada , Judäa wird der Provinz Syrien angegliedert.

Zerstreung der Juden in allen Ländern.

200 - 600 Blütezeit der Juden in Babylonien, Abfassung des Babylonischen Talmud.
900 - 1000 erste Gründung von jüdischen Gemeinden in Deutschland.
1000 - 1200 Blütezeit der Juden in Spanien.
1096 1. Judenverfolgung in Frankreich, England und Deutschland.
1336 - 1337 schwere Judenverfolgung in Westeuropa.
1492 Vertreibung der Juden aus Spanien und Portogal.
1648 schwereverfolgung der Juden in Russland.
1869 Gesetzliche Gleichstellung der Juden in Deutschland.
1881 - 1882 Judenprogrome in Russland.
1882 Dr.Leon Pinsker fordert nationale heimstätte für Juden, Ausbreitung der zionistischen Bewegung.
Erste Einwanderwelle und Koloniengründung in Palästina.
1896 Theodor Herzel veröffentlicht der Judenstaat.
1897 1. Weltzionistenkongress in Basel.
1903 - 1905 weitere schwere Progrome in Russland.
1904 - 1914 Vergrößerte jüdische Einwanderung nach Palästina, Gründung der ersten genossenschaftlichen Kommunen-Kibbuzim.
1917 Großbritanien verspricht den Juden die Errichtung einer nationalen Heimstätte für Juden in Palästina, Balfour- Deklaration.
1922 Der Völkerbund bestätigt Großbritanien als Mandatmacht in Palästina.
1939 Weißbuch der Briten, beschränkt die Einwanderung der Juden nach Palästina und der Bodenkauf.
1939 - 1945 Vernichtung der europäischen Juden 6Milionen Juden werden ermordet.
1945 - 1946 Widerstand sowohl Palästinenser, Christen und Moslem als auch eingewanderte Juden gegen Großbritanien.
Gründung der jüdischen Untergrund Kämpfer, Haganah,Irgun,Zwai, le umi u.a.
Kämpfe gegen Palästinenser und gegen Engländer.
1947 Die Vereinten Nationen beschliessen am 20.November 1947 die Teilung Palästinas und die errichtung ein jüdischen Staat und ein Palästinensischen Staat.
15.Mai 1947 Abzug der Engländer , Proklamierung des Staates Israel unter Führung von Ben Gurion. Viele Palästinense werden Heimatlos. Gazastreifen wird von Ägypten besetzt, Westbank und Ost Jerusalem von Jordanien im Norden Syrien und Libanon. Israel Gewinnt den Krieg und wird stärkste Land im Nahen Osten. Israel öffnet ihre Tore für alle Juden der Welt . 1951 steigt der Einwohnerzahl der Juden in Israel auf 1,2 Milionen.
1956 Suez-Kanal Krieg
Juni 1967 Sechs-Tage-Krieg
6.Oktober Yom-Kippur Krieg
1978 Friedensabkommen mit Ägypten.
Bis Heute haben die Palästinenser ihr Staat nicht, sie leben verstreut in der ganze Welt Heimat- und Rechtlos.

1880 beginnt die Einwanderung verfolgter Juden aus Osteuropa in Palästina. In den dreißiger Jahren überrollte eine Welle von Flüchtlingen des Naziterrors das Land Palästina. Mit der verstärkten jüdischen Einwanderung nach Palästina beginnt der Nahost Konflikt. Die Palästinenser stehen der Gründung des Staates Israel ohnmächtig gegenüber. Sie werden zu Heimatlosen im eignen Land oder in den umliegenden arabischen  Nachbarländern - im Krieg vertrieben oder  geflüchtet. Bis heute leben sie als Fremde.

Mit der Rückgabe des britischen Mandats in Palästina an die Vereinten Nationen, der Resolution der Vereinten Nationen über die Teilung Palästinas und der Ausrufung des Staates Israel 1948 erfüllt sich für die Juden der Traum eines eigenen Staates. Sie kehren Heim in das gelobte Land. Doch es ist besiedelt, und die Nachbarn heißen sie nicht willkommen. Israel muss sich kriegerischen  Auseinandersetzungen  stellen: 1956 im Suezkrieg, 1967 im 6-Tage-Krieg, 1973 im Yom-Kippur-Krieg. Der siegreiche junge Staat besetzt palästinensische Gebiete, die für jüdische Zuwanderer zur Heimat werden. Jasser Arafat ( PLO) erkennt erst 1988 das Existenzrecht Israels an. Zahlreiche Friedensbemühungen führen nicht zum Ziel. Die israelische Bevölkerung lebt noch heute in Angst vor Gewalt, während die palästinensische Bevölkerung ohne eigenen Staat weiterhin als Flüchtlinge im Ausland oder unter Besatzung der Israelis in Angst und Unsicherheit leben. Dennoch gibt es eine große Anzahl von Palästinensern und Israelis, die sich um eine Aussöhnung bemühen.

Als im Jahre 1948 die Republik Israel ausgerufen wurde, begann zwischen den Juden, deren Geschichte einst in diesem Territorium begonnen hatte und die nun nach den grauenvollen Erlebnissen der jüngsten Vergangenheit eine neue Heimat finden und gemeinsam einen jüdischen Staat aufbauen wollten, und den dort bereits seit über tausend Jahren ansässigen Palästinensern ein Krieg, der bis heute immer wieder aufflammt.

Palästina, das 1918 von Großbritannien erobert worden war und das Gebiet des heutigen Israel und des heutigen Jordanien bezeichnet, sollte nach Wunsch des British Empire aus einem arabischen und einem jüdischen Teil bestehen. Der Plan sah vor, dass Israel ebenfalls in mehrere Zonen aufgeteilt werden sollte, die Hauptstadt Jerusalem in einen jüdischen und einen kleineren, arabischen Teil im Osten der Stadt.

Die Briten dachten offenbar nicht an die Konsequenzen, die ihr Plan mit sich bringen würde: Die Palästinenser befürchteten verständlicherweise, vertrieben und ihres Landes beraubt zu werden.

Bei der UN-Abstimmung zur Durchsetzung des britischen Plans für die Ausrufung des Staates Israel kam es zu folgendem Ergebnis: Obwohl die Palästinenser Unterstützung von Ägypten, Transjordanien, Syrien, dem Irak und dem Libanon, und etlichen anderen Parteien der Arabischen Liga erhielten, setzten sich die Briten - die sich übrigens bei der UN-Abstimmung ihrem eigenem Vorschlag enthielten - mit Hilfe der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion erfolgreich durch. Durch die geplanten Umsiedlungsprojekte spitzte sich die sowieso schon gespannte Lage zwischen den beiden Völkern gefährlich zu. Es ging jetzt nicht mehr nur um Besitz, sondern auch um religiöse und ethnische Konflikte, die im offenen Krieg gipfelten.
Erst nach viermaligem Vermittlungsversuch durch die UN konnte ein Waffenstillstand erreicht werden. Die Untergrundkämpfe jedoch hielten bis zum Sechstagekrieg im Jahre 1967 an.
Die Folgen des Krieges: Von einst 800 000 Palästinense, die auf der West Bank, dem israelisch-palästinensischen Grenzstreifen lebten, blieben nach den Kämpfen nur noch etwa 170 000 übrig, der Rest war entweder umgekommen oder in andere arabische Länder geflüchtet. Nun bestand die Bevölkerung Israels aus ungefähr 85% Juden, 6% Christen und nur noch 9% Moslem, wobei Christen und Moslem werden als Arab-Israeli bezeichnet, die Juden sind Israeli.

Trotz einer offiziellen Waffenruhe kam es immer wieder zu Spannungen zwischen Juden und Araber wie z.B. im zweiten Arabisch - Israelischen Krieg 1956. Großbritannien und Frankreich beschossen jetzt auch die Truppen von Gamal Abd el-Nasser, dem damaligen ägyptischen Präsidenten, weil sie mit seiner Politik nicht einverstanden waren. Er hatte, nachdem Großbritannien und Frankreich ihre Angebote zur Finanzierung des Assuan-Staudamms zurückgezogen hatten, den Suezkanal zum Staatseigentum erklärt.
Für Israel, damals unter Ministerpräsident Ben Gurion, ergab sich ein einfacher Weg, den Gazastreifen und die Halbinsel von Sinai in wenigen Tagen zu erobern. Zum ersten Mal seit langer Zeit arbeiteten die Amerikaner und Russen wieder für kurze Zeit zusammen an einem Friedensplan für Ägypten und Israel. Die drei Siegernationen mussten Ägypten, den Gazastreifen und Sinai wieder verlassen. Doch Israel zeigte sich im Gegensatz zu Großbritannien und Frankreich wenig beeindruckt. Es dauerte noch Jahren, bis die israelischen Truppen den Gazastreifen verließen.

Mit der Modernisierung seiner Armee und der Aufrüstung der Luftwaffe durch neue französische  Düsenjäger bot sich Israel ein neues Druckmittel gegen die Palästinenser. Bei der kleinsten Aktion der Islamisten, die auch nur annähernd die Staatssicherheit gefährden könnte, wurden Luftangriffe gegen palästinensische Siedlungen im Gazastreifen oder im Westjordanland geflogen. Das Verlangen der Palästinenser nach Autonomie und nach eigne Heimat  nahm immer mehr zu.
Beim Sechstagekrieg, der am 5.Juni 1967 ausbrach, griff die israelische Luftwaffe gleichzeitig Syrien, Jordanien und Ägypten an, die vom Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, dem Sudan und Algerien unterstützt wurden. Nach nur sechs Tagen hatte  die israelische Armee die Kontrolle über die Halbinsel Sinai, Ostjerusalem und die Golanhöhen übernommen und  stand weit auf syrischem Staatsgebiet.

1973 fielen syrische Truppen auf den Golanhöhen und ägyptische Truppen auf dem Sinai ein, und es schien, als könnte ihr Aufmarsch in Richtung Jerusalem nicht mehr gestoppt werden. Durch die Unterstützung der USA konnte Israel für kurze Zeit wieder die Oberhand gewinnen, musste die Offensive jedoch beenden, weil die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken eine UN-Resolution einleitete, die einen sofortigen Waffenstillstand vorschrieb.

Die PLO
Im Mai 1964 gründete sich auf einem Kongress in Ostjerusalem die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO. Ihr Ziel: große Teile des enteigneten Landes wiederzuerlangen und einen autonomen Staat Palästina auszurufen, also "ihre rechtswidrig geraubte Heimat zurückzuerobern".
Seit 1968 steht Jassir Arafat als Führer an der Spitze der PLO.
Die PLO wurde zu einer international gefürchteten Terrororganisation, die die Weltaufmerksamkeit durch Attentate in israelischen Städten oder auch durch den Anschlag auf das Israelische Team bei den Olympischen Spielen 1972 in München auf sich lenkte.
Nach der Anerkennung 1974 in Rabat, Marokko, als "einzig legitime Vertretung des palästinensischen Volkes", erhielt die PLO bei den Vereinten Nationen in New York den Status eines UN-Beobachters.
Nach einem kurzen Krieg 1970 gegen das zuvor verbündete Jordanien  musste ein großer Teil der Fedajin, wie sich die PLO-Mitglieder nennen, in den Libanon flüchten, wo sie sehr schnell einen Staat im Staate bildeten und das Land zerstörten (1975).

Als die Israelis durch eine stürmische Invasion den Libanon besetzen, mussten die Fedajin mit ansehen, wie ihre Armee schrumpfte. Daraufhin kam es zu einer Spaltung der PLO in eine marxistische und eine nationalistische Fraktion, deren Mitglieder sich über ganz Kleinasien verteilten. Arafat und sein Gefolge als nationalistischer Teil gingen nach Tunis. Deren Zentrale wurde später durch ein Vergeltungsbombardement der Israelis im Oktober 1985 zerstört.
Im Juli 1988 verzichtete König Hussein von Jordanien auf seine Gebietsansprüche auf der West Bank und vermachte sie der PLO als ersten Akt der Versöhnung.
Im Dezember 1988 gingen die Nahostfriedensverhandlungen unter Mithilfe der USA in die erste Runde. Nachdem Arafat allerdings dem Irak während des Golfkrieges 1991 öffentlich Unterstützung zubilligte, geriet das mittlerweile wesentlich bessere Verhältnis zwischen der PLO und den westlichen Staaten wieder ins Wanken. Demzufolge zwang die libanesische Armee in Zusammenarbeit mit Syrien die PLO, ihre Basen im Südlibanon aufzugeben, um mögliche Streitereien mit Israel zu verhindern. 1993 reiste Arafat nach Washington D.C., um dort mit dem neuen israelischen Ministerpräsidenten Itzhak Rabin zu sprechen und nach einigen Geheimverhandlungen den Friedensvertrag, der in die Geschichte eingehen sollte, zu unterzeichnen.

Doch seit dem 4.11.1995 ist der Frieden im Nahen Osten erneut gefährdet. Yigal Amir ,ein fanatischer Anhänger der faschistisch-rassistischen Kach-Bewegung, schoss bei einer Friedensdemonstration in Tel Aviv auf Rabin, der dem Mordanschlag erlag.
Bei Neuwahlen am 29.5.1996 wurde Benjamin Nethanjahu zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Nethanjahus Regierung zeigte sich als harter, uneinsichtiger Gegner der arabischen Minderheit in Israel und der Palästinenser. Die Lage schaukelte sich wieder hoch, und es kam erneut zu Terroranschlägen auf der einen Seite und zu Luftangriffen auf der anderen Seite.
Die Friedensverhandlungen, für die sich US-Präsident Bill Clinton beharrlich einsetzte, scheiterten. Nethanjahus Siedlungspolitik wurde von den Arabern als pure Provokation angesehen, die Antwort darauf waren Terroranschläge.

Am 15. Januar1997 erklärte sich Israel bereit, aus Hebron, und am 23.10.1998 aus den restlichen besetzten Gebieten abzuziehen. Als es zu erneuten Unruhen kam wurde deutlich, dass die israelische Regierung massiv die Ausrufung des Staates Palästina verhindern wollte. Doch diesmal ohne die Unterstützung des Westens, der bereits den Bau eines autonomen palästinensischen Flughafens unterstützt hatte. Es schien, als wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Staat Palästina ausgerufen werden könne. Auf Drängen des Westens hin verzichtete Arafat nun immer wieder auf die sofortige Gründung seines Staates, um einem friedlichen Vorgehen eine Chance zu geben.

Diese Seite ist noch in Bearbeitung. Ich wäre jeder Historiker dankbar, der sich bereiterklären würde die Geschichte Palästinas / Israels sachlich und nicht einseitig zubearbeiten.